Sr. Ursula
„Gott – Ursprung, in dem alles beginnt;
Ziel, in das alles mündet;
Gegenwart, die alles trägt.“
Paul Claudel (1868-1955)
Den „Ursprung, in dem alles beginnt“, fand ich bei der Suche nach dem Sinn meines Lebens, im Glauben an Gott, der die Liebe ist. Er ließ mich dankbar erkennen, dass wirklich bleibt was ich aus seiner Liebe empfange, annehme und weiterschenke in einem Leben für Gott
und den Nächsten.
Über alle Gottsuche auf meinem Weg kann ich sagen, dass ich Gott erfahren habe als „Gegenwart, die alles trägt“. Mit ihm lebe ich in klösterlicher Gemeinschaft – unter der Führung des Evangeliums – seit mehr als 50 Jahren.
Gewiss, es ist nicht nur ein Lichtweg, auch Dunkel und Nacht gehören, wie in jedem Leben dazu. Doch im Rückblick bekommt das Vergangene einen bleibenden Wert. Nichts geht verloren, alles wird in die Ewigkeit hinein gewandelt in jenes „Ziel, in das alles mündet“.
Daran glaube ich und danach sehnt sich mein Herz.
Benedikt schrieb seine Regel aus der Kenntnis mehrerer anderer Mönchsregeln und Traditionen heraus und führte sie mit seiner eigenen jahrelangen Erfahrung zusammen.
Gemeinsame Gebetszeiten, die den Tag eröffnen, begleiten und beschließen, kennzeichnen unser Leben.
Bestimmte Zeiten des Tages verbringen wir Schwestern in Gemeinschaft, andere sind dem Alleinsein vorbehalten.
In verschiedenen Arbeitsbereichen können wir den Großteil unseres Lebensunterhaltes selbst erwirtschaften.
Christen, die sich in ihrem Alltag außerhalb eines Klosters an der Regel Benedikts orientieren und sich regelmäßig treffen.