Weihetag von Äbtissin Benedikta

Am 6. Mai hat sich die Weihe unserer Äbtissin Benedikta zum 21. Mal gejährt.
Nicht ohne Bedacht wurde dieses Datum gewählt, fiel es doch damals auf den 4. Sonntag der Osterzeit, an dem das Evangelium von Jesus als dem guten Hirten gelesen wird. Die Hirtenmetapher spielt bis heute eine große Rolle in der Beschreibung kirchlicher Leitungsämter. So schwierig diese Bilder – gerade inmitten der Debatten um Missbrauch und Hierarchien in der Kirche – sind, wir stoßen immer wieder auf sie und suchen ihren heilsamen Sinn.
Mutter Benedikta betont oft, wie wichtig es ihr ist, “für” die Gemeinschaft geweiht worden zu sein und zitiert gern aus einer Predigt des Hl. Augustinus: “Was will ich, was ersehne ich, warum rede ich hier (auf dem Bischofsstuhl), warum lebe ich, wenn nicht einzig dafür, dass wir gemeinsam mit Christus leben? Das ist mein Verlangen, das ist meine Ehre, das ist mein Ruhm, das ist meine Freude, das ist mein Reichtum: ich will nicht selig werden ohne euch.” (Serm 17,2)

Nachdem wir im März am Benediktsfest eine so gute Erfahrung mit der Methode des Bibliologs gemacht haben, wiederholten wir diese Art des Bibelgesprächs am österlichen Evangelientext Joh 21,1-6, in dem die Jünger dem Auferstandenen im zunächst missglückten und dann überreichen Fischfang begegnen.

Zum Abschluss wurden wir selbst zu Fischern – in Erinnerung an Angelspiele aus Kindertagen. Was wir da aus dem imaginären Teich herauszogen, waren höchst individuelle Fische: in Aquarell gezeichnete Prachtexemplare, entnommen aus dem Buch “Heute bin ich” von Mies van Hout, das wir Mutter Benedikta als kleine Festgabe überreichten und das gleich zum Einsatz kam: Jeder Fisch spiegelt einen Gemütszustand wider, was wir natürlich mit unserer eigenen Intuition beim Blick auf den gerade geangelten Fisch abgleichen wollten.

Beim festlichen Essen setzte sich das Motiv des Fischfangs in der farbenfrohen Tischdekoration fort. Und die Festatmosphäre wurde abgerundet durch köstliches Essen und schmackhaften Wein.

Am Abend ließen wir den Tag der Weihe vor 21 Jahren Revue passieren beim Anschauen vieler Fotos, die Erinnerungen weckten und für die später zur Gemeinschaft Hinzugekommenen etwas Abtei-Geschichte lebendig werden ließen.



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Nach altem klösterlichen Brauch hören wir während der Mahlzeiten einer Tischleserin zu, die aus einem aktuellen Buch vorliest – zur Zeit:

Axel Hacke: Im Bann des Eichelhechts und andere Geschichten aus Sprachland (mittags)

Ilko-Sascha Kowalczuk: Die Übernahme. Wie Ostdeutschland Teil der Bundesrepublik wurde (abends)

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